Transatlantische Chanchen für den Mittelstand nutzen.

Beschluss des MIT-Landesvorstands am 07. Juli 2026

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion fordert die Fraktion der CDU auf zu beschließen, die Landesregierung aufzufordern, eine eigenständige transatlantische Wirtschafts- und Technologie-Initiative zu starten und gezielte Partnerschaften mit wirtschaftsstarken US-Bundesstaaten (u.a. in den Bereichen KI, Halbleitertechnologie, Automotive und Medizintechnik) zu vereinbaren. Ziel ist es, durch den gezielten Ausbau der Landesvertretungen in den USA regulatorische Hürden für baden-württembergische Exporteure abzubauen und gemeinsame Forschungs- und Investitionskorridore abseits langwieriger EU-Verhandlungen zu schaffen.

Begründung:

Die USA sind der wichtigste Handelspartner außerhalb Europas für die baden-württembergische Wirtschaft. Durch den wachsenden amerikanischen Protektionismus (z.B. den Inflation Reduction Act) geraten unsere mittelständischen Schlüsselindustrien jedoch zunehmend in Zugzwang, Investitionen und Arbeitsplätze in die USA zu verlagern. Um dieser Deindustrialisierung entgegenzuwirken, darf das Land nicht passiv auf Abkommen zwischen Washington und Brüssel warten. Baden-Württemberg muss seine Stärke als Innovationsregion nutzen, um direkte Partnerschaften mit US-Bundesstaaten zu schließen. Dies erleichtert unseren KMUs den Marktzugang in den USA, sichert Lieferketten bei kritischen Komponenten (wie Mikrochips) und stärkt durch gemeinsamen Wissensaustausch den Industriestandort im Ländle.