Pressemitteilung: „Aus dem Herbst der Reformen wurde ein eisig kalter Winter der Deindustrialisierung“

PM 01/2026 – 14. Januar 2026

Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Baden-Württemberg fordert sofortige Umkehr in der Energie- und Wirtschaftspolitik/Vorschläge der SPD zur Erbschaftssteuer bedeuten Ende des Koalitionsfriedens.

Goodbye Deutschland: Die Produktion der A-Klasse soll nun vom baden-württembergischen Rastatt nach Ungarn verlegt werden, um vor allem Kosten einzusparen. Hier werden bereits der elektrische GLB und der CLA gefertigt. Somit kehrt nun nach Bosch auch Mercedes-Benz Deutschland den Rücken, weitere wie ZF oder Stihl sollen offenbar folgen. „Schon wieder wird eine Produktion ins Ausland verlagert. Auch wenn es sich bei Daimler nicht um einen mittelständischen Betrieb handelt, so sind doch viele Zulieferer Mittelständler. Diese spüren bereits heute die Auswirkungen durch weniger Aufträge“, so Madline Gund, Pressesprecherin der MIT in Baden-Württemberg.

„Uns wurde ein Herbst der Reformen versprochen. Stattdessen erfahren wir den eisig kalten Winter der Deindustrialisierung. Wir sind bitter enttäuscht“, führt der Landesvorsitzende Bastian Atzger aus. Die MIT Baden-Württemberg fordert, nicht zum ersten Mal, ein sofortiges Umdenken in der Wirtschaftspolitik. Dies betrifft einerseits eine Kehrtwende in der Energie- und Klimapolitik und damit eine Hinwendung zur Atomkraft und bezahlbaren Strompreisen. Andererseits eine umfassende Entbürokratisierung und spürbare Steuersenkungen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und damit eine weitere Verlagerung von Produktionsstätten zu verhindern. „Diese Politik lässt sich weder mit bürgerlichen Werten noch wirtschaftlicher Vernunft begründen. Kompromisse in einer Koalition sind nötig, es sollte jedoch nicht vergessen werden, wer die Mehrheit in dieser Koalition hält und was den Bürgern und Unternehmen zugesagt worden ist“, so Atzger.

Die MIT schließt sich daher auch Christian von Stetten, dem Vorsitzenden des Parlamentskreis Mittelstand im Bundestag, an, der bei ausbleibenden Steuersenkungen gar das Ende des Koalitionsfriedens in den Raum stellte.

Pressekontakt: Priv-Doz. Dr. Madline Gund | T + 49 7154 8025 – 140

Über die MIT Baden-Württemberg

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist mit mehr als 25.000 Mitgliedern der stärkste und einflussreichste parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Soziale Marktwirtschaft und für mehr Unternehmergeist in der Politik ein. Die MIT Baden-Württemberg vertritt rund 2.900 Unternehmer, Selbstständige und Gewerbetreibende im Land.