Keine Kürzung der ZIM-Förderung – Innovationsmotor erhalten.

Beschluss des MIT-Landesvorstands am 07. Juli 2026

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion fordert die Fraktion der CDU/CSU sowie die Bundesregierung auf, das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) in seinem bisherigen Umfang zu erhalten und von Kürzungen oder einer Einstellung des Programms abzusehen.

Begründung:

Das ZIM ist das wichtigste technologieoffene Förderprogramm des Bundes für kleine und mittlere Unternehmen. Besonders die Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen es, angewandte Forschung unmittelbar in marktfähige Innovationen zu überführen.

Gerade riskante Vorhaben – Projekte mit unsicherem Ausgang, aber hohem Potenzial – werden ohne staatliche Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen häufig nicht angestoßen. Das ZIM schließt diese Finanzierungslücke und macht Innovationen möglich, die am Markt allein nicht finanzierbar wären.

Eine Kürzung oder Einstellung des Programms würde einen irreversiblen Bruch in der deutschen Innovationskette bedeuten. Angestoßene Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen kämen zum Erliegen, und der Rückstand zu international konkurrierenden Innovationsstandorten würde sich weiter vergrößern.

Rund 75 Prozent der ZIM-geförderten Unternehmen sind KMU. Sie verfügen in der Regel nicht über die finanziellen Mittel, um Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ohne öffentliche Förderung zu stemmen. Der Wegfall des ZIM träfe damit gezielt den innovationsstarken Kern des deutschen Mittelstands und würde die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig schwächen.

Die MIT fordert daher den vollständigen Erhalt der ZIM-Förderung als verlässliches, technologieoffenes Instrument zur Stärkung von angewandter Forschung und Industriekooperationen im Mittelstand.